Warum wirkt ein Outfit kraftvoll und ein anderes blass, obwohl du beide Farben schön findest? Oft liegt der Unterschied nicht in den Farben selbst, sondern im Kontrast: wie groß der Unterschied zwischen den hellen und dunklen Teilen deines Outfits ist. Und wie gut das zum Kontrast deines Farbtyps passt.
Auch dein Gesicht hat einen eigenen Kontrast. Je besser dein Outfit dazu passt, desto harmonischer wirkst du. Hier erklären wir, wie das funktioniert und wie du herausfindest, welcher Kontrast zu dir passt.
Was ist Kontrast in der Kleidung?
Kontrast ist der Unterschied zwischen Hell und Dunkel. Schwarz mit Weiß ist viel Kontrast. Beige mit Hellgrau ist wenig Kontrast. Marine mit einer hellblauen Bluse liegt dazwischen.
Bei dir selbst geht es um den Unterschied zwischen Haut, Haaren und Augen. Wer dunkle Haare, helle Haut und klare Augen hat, hat viel Kontrast. Wer hellblonde Haare, helle Haut und helle Augen hat, hat wenig Kontrast.
Welchen Kontrast hat dein Farbtyp?
Mach bei Tageslicht ein Selfie ohne Make-up und stell es auf Schwarz-Weiß. Ohne Farbe siehst du viel besser, wie hell oder dunkel Haare, Haut und Augen im Verhältnis zueinander sind. Wirkt alles wie ein Grauton, hast du wenig Kontrast. Stechen Haare und Augen deutlich hervor, hast du viel Kontrast.
Was passiert, wenn der Kontrast nicht stimmt?
Zu viel Kontrast für dich
Trägst du Schwarz-Weiß, obwohl du selbst wenig Kontrast hast, zieht dein Outfit alle Aufmerksamkeit auf sich. Dein Gesicht rückt in den Hintergrund, und du kannst härter und strenger wirken, als du möchtest.
Zu wenig Kontrast für dich
Hast du selbst viel Kontrast und trägst nur weiche Töne, die nah beieinanderliegen, kannst du blass und unauffällig wirken. Deine natürliche Stärke kommt dann nicht zur Geltung.
Kontrast beim Farbtyp clever nutzen
- Niedriger Kontrast: Wähle Farben, die nah beieinanderliegen, wie Creme mit Camel oder Taubengrau mit Lavendel. Ton-in-Ton steht dir oft wunderbar. Lies mehr über das monochrome Outfit.
- Mittlerer Kontrast: Kombiniere einen Mittelton mit etwas Hellerem oder Dunklerem, etwa eine marineblaue Hose mit einer hellblauen Bluse.
- Hoher Kontrast: Trau dich, Hell und Dunkel zusammen zu tragen, wie Weiß mit Marine oder Schwarz, oder eine klare Farbe auf einer dunklen Basis.
Drei Beispiele aus der Praxis
Wenig Kontrast: hellblonde Haare, helle Augen
Ein zartrosa Pullover zu einer taubengrauen Hose, mit perlenartigen Ohrringen. Die Farben liegen nah beieinander und lassen ihr Gesicht weich und frisch wirken. Ein schwarzer Blazer würde hier schnell die Aufmerksamkeit abziehen.
Mittlerer Kontrast: mittelbraune Haare, grüne Augen
Eine olivgrüne Bluse mit einer camelfarbenen Stoffhose. Es gibt einen klaren Unterschied zwischen Hell und Dunkel, aber es bleibt ruhig und harmonisch.
Viel Kontrast: dunkle Haare, helle Haut
Eine weiße Bluse unter einem marineblauen oder schwarzen Blazer, mit einem Lippenstift in Himbeere. Der starke Unterschied zwischen Hell und Dunkel passt zu ihrem eigenen Kontrast und macht ihre Ausstrahlung kraftvoll.
Kontrast in Mustern
Auch bei Mustern spielt Kontrast eine Rolle. Ein Muster mit großen Unterschieden zwischen Hell und Dunkel, wie schwarz-weiße Streifen, funktioniert vor allem bei viel Kontrast. Bei wenig Kontrast stehen dir weiche Muster mit nah beieinanderliegenden Farben oft schöner. Mehr Tipps liest du unter Muster kombinieren.
Kontrast und deine Jahreszeit
Kontrast ist neben Unterton und Klarheit eines der drei Merkmale, mit denen wir deinen Farbtyp bestimmen. Wintertypen haben oft viel Kontrast, weiche Typen wie Soft Summer und Soft Autumn oft wenig. Es gibt aber Ausnahmen, und deshalb betrachten wir immer das Gesamtbild. Lies mehr über die 12 Farbtypen.
Accessoires, Make-up und Haare
Mit Accessoires kannst du den Kontrast eines Outfits steuern. Ein weiches Outfit wird mit einem dunklen Gürtel oder einer dunklen Tasche spannender. Ein Outfit mit viel Kontrast wird mit einem Schal in einem Mittelton ruhiger.
Auch Make-up spielt mit. Dunkle Augenbrauen und betonte Lippen bringen mehr Kontrast in dein Gesicht, weiches, gut verblendetes Make-up dagegen weniger. Wähle, was zu deinem natürlichen Kontrast passt.
Dein Kontrast kann sich im Laufe des Lebens verändern. Werden deine Haare grauer oder färbst du sie heller, nimmt dein Kontrast oft ab. Outfits mit viel Kontrast können dann plötzlich härter wirken als früher.
Möchtest du sicher wissen, welcher Kontrast zu dir passt? Bei einer Farbberatung betrachten wir Kontrast, Unterton und Klarheit zusammen, und du bekommst Kombinationen, die deine Ausstrahlung stärken.
Kontrast und dein Alter
Mit den Jahren verändert sich dein Kontrast oft ein wenig. Haare werden grauer oder heller, Augenbrauen weicher. Outfits mit viel Kontrast können dann härter wirken als früher. Das heißt nicht, dass du sie nicht mehr tragen kannst, aber manchmal steht dir jetzt eine etwas weichere Kombination besser. Schau also ab und zu neu in den Spiegel.
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Häufig gestellte Fragen
Steht Schwarz-Weiß allen?
Nein. Schwarz-Weiß ist viel Kontrast und funktioniert vor allem bei Menschen, die selbst viel Kontrast haben. Lies mehr unter wem steht Schwarz.
Kann ich mit dunkler Haut wenig Kontrast haben?
Ja. Kontrast bezieht sich auf den Unterschied zwischen Haut, Haaren und Augen, nicht darauf, wie hell oder dunkel deine Haut ist.
Ändert sich mein Farbtyp, wenn sich mein Kontrast ändert?
Meist nicht. Oft bleibst du in derselben Jahreszeit, aber manche Kombinationen wirken dann etwas anders.
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