Ein Outfit in einer Farbe klingt vielleicht langweilig oder blass. Trotzdem ist ein monochromer Look, auch Ton-in-Ton genannt, eine der stilvollsten Arten, sich zu kleiden. Er wirkt ruhig, gepflegt und oft teurer, als er ist. Vorausgesetzt, du weißt, worauf du achten musst. Und ein monochromes Outfit ist einfacher, als du denkst.
Hier liest du, wie du ein monochromes Outfit zusammenstellst, das alles andere als langweilig ist, welche Farben pro Jahreszeit gut funktionieren und warum deine eigenen Farben dabei eine so große Rolle spielen.
Was ist ein monochromes Outfit?
Bei einem monochromen Outfit trägst du Kleidungsstücke aus einer Farbfamilie. Das muss nicht exakt derselbe Ton sein. Gerade durch die Kombination verschiedener Nuancen derselben Farbe, etwa Hellblau, Graublau und Marine, entsteht ein reicher, vielschichtiger Look.
Der große Vorteil: Deine Silhouette wirkt länger und ruhiger, weil das Auge nicht von verschiedenen Farben unterbrochen wird. Und wenn die Farbe zu dir passt, bringt ein monochromes Outfit dein Gesicht besonders schön zur Geltung.
Monochromes Outfit: Wähle eine Farbe, die zu dir passt
Bei einem monochromen Outfit trägst du eine Farbe von Kopf bis Fuß. Steht dir diese Farbe nicht, fällt das also besonders auf. Wähle deshalb eine Farbfamilie aus deiner eigenen Palette. Weißt du noch nicht, welche Farben das sind? Lies, welche Farben dir stehen.
6 Tipps für einen monochromen Look, der nicht langweilig ist
1. Spiel mit verschiedenen Nuancen
Exakt derselbe Ton von Kopf bis Fuß kann gezwungen wirken. Kombiniere lieber einen hellen, einen mittleren und einen dunklen Ton aus derselben Farbfamilie, etwa Sand, Camel und Taupe, oder Hellrosa, Altrosa und Himbeere.
2. Nutze Struktur
In einer Farbe können Kleidungsstücke zu einer flachen Fläche verschmelzen. Verschiedene Materialien verhindern das. Eine Satinbluse mit einem Wollrock, ein Strickpullover mit einer Lederhose: alles dieselbe Farbe, aber trotzdem vielschichtig und interessant.
3. Spiel mit Form und Volumen
Kombiniere Oversize mit Figurbetontem, oder fließende Stoffe mit strukturierten Teilen. Ein Gürtel in derselben Farbfamilie betont deine Taille und macht deine Silhouette spannender.
4. Wähle Accessoires in einem etwas anderen Ton
Eine Tasche oder Schuhe in einem etwas dunkleren Ton geben deinem Outfit Tiefe. Auch Glanz, Leder oder Relief fügen etwas hinzu, ohne die Ruhe zu stören.
5. Trau dich an ein dezentes Muster
Ein monochromer Look muss nicht unifarben sein. Jacquard, feine Streifen oder ein Karo in derselben Farbfamilie bringen genau die richtige Spannung. Mehr über Muster liest du unter Muster kombinieren.
6. Stimm Make-up und Schmuck ab
Ein Lippenstift in derselben Farbfamilie rundet den Look ab. Schmuck in Gold oder Silber, je nach Unterton, setzt einen kleinen Akzent, der das Outfit nicht unterbricht.
Drei monochrome Outfits als Inspiration
Weich und edel in Camel
Ein cremefarbener Rollkragenpullover, eine camelfarbene Wollhose und ein Mantel in einem etwas dunkleren Braun. Goldene Ohrringe und eine Ledertasche in Cognac runden es ab. Ideal für warme Typen mit wenig bis mittlerem Kontrast.
Frisch und kühl in Blau
Eine hellblaue Bluse, eine graublaue Strickjacke und eine marineblaue Hose. Mit Silberschmuck und einer Tasche in Marine wirkt das ruhig und gepflegt. Perfekt für Sommertypen, im Büro oder am Wochenende.
Kraftvoll in Königsblau
Ein Blazer und eine Hose in Königsblau, darunter ein Top in einem dunkleren Marine. Silberschmuck und ein pinker Lippenstift setzen einen kleinen Akzent. Ein Look mit Wirkung für Wintertypen.
Monochrom und dein Kontrast
Wie viel Unterschied du zwischen den Nuancen machst, hängt von deinem eigenen Kontrast ab. Hast du wenig Kontrast, zum Beispiel hellblonde Haare und helle Augen, steht dir ein monochromer Look mit nah beieinanderliegenden Tönen oft wunderbar. Hast du viel Kontrast, wähle dagegen Töne, die weiter auseinanderliegen, wie Eisblau mit Marine. Mehr dazu unter Kontrast beim Farbtyp.
Fang mit einem monochromen Look in deinen neutralen Farben an, etwa Camel, Taubengrau oder Marine. Fühlt sich das gut an, probier es einmal in einer echten Farbe aus deiner Palette, wie Olivgrün oder Lavendel.
Häufige Fehler
- Eine Farbe wählen, die dir nicht steht: Bei einem monochromen Outfit fällt das besonders auf.
- Alles in exakt demselben Ton und Stoff: Dann wirkt das Outfit flach.
- Warm und kühl gemischt: Ein kühles Hellblau mit einem warmen Türkis beißt sich oft. Bleib auf einer Seite.
- Accessoires, die nichts hinzufügen: Gerade hier machen Tasche, Gürtel oder Schmuck den Unterschied.
So fängst du mit einem monochromen Outfit an
- Wähle eine Farbfamilie aus deiner Palette, von der du schon ein paar Teile hast.
- Leg alles in dieser Farbe zusammen und sortiere von hell nach dunkel.
- Stell ein Outfit mit drei Nuancen und drei verschiedenen Materialien zusammen.
- Füge ein Accessoire hinzu in einem etwas anderen Ton oder mit Glanz.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen monochrom und Ton-in-Ton?
In der Praxis werden die Begriffe oft gleich verwendet. Beide bedeuten ein Outfit in einer Farbfamilie, mit verschiedenen Nuancen.
Kann ich ein monochromes Outfit in Schwarz tragen?
Ja, wenn dir Schwarz steht. Für die meisten Typen funktioniert eine andere dunkle Basisfarbe besser. Lies wem steht Schwarz.
Macht ein monochromes Outfit schlanker?
Ein Outfit in einer Farbfamilie wirkt oft länger und ruhiger, weil die Silhouette nicht unterbrochen wird.
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