Muster machen Spaß, Farbe auch. Aber Farben und Muster in einem Outfit zu kombinieren, wird schnell chaotisch. Du stehst begeistert vor dem Spiegel und denkst dann doch: „Hm, das ist es noch nicht ganz.“ Deshalb hilft es zu wissen, wie du Muster kombinieren kannst.
Zum Glück musst du kein Modeprofi sein, um Muster gut zu kombinieren. Mit ein paar einfachen Regeln bleibt dein Outfit im Gleichgewicht. Hier sind fünf Wege, plus wie du ein Muster wählst, das zu deinen Farben und deiner Jahreszeit passt.
Wähle zuerst ein Muster, das zu dir passt
Bevor du kombinierst, fängt alles beim Muster selbst an. Ein Muster besteht aus mehreren Farben, und die Farbe, die am häufigsten vorkommt, bestimmt vor allem, wie das Muster neben deinem Gesicht wirkt. Wähle deshalb ein Muster, dessen Hauptfarben in deiner Palette sind.
Achte auch auf den Kontrast im Muster. Ein Muster mit großem Unterschied zwischen Hell und Dunkel, wie schwarz-weiße Streifen, passt oft zu Menschen mit viel Kontrast. Hast du selbst wenig Kontrast, stehen dir weiche Muster mit nah beieinanderliegenden Farben meist besser. Lies mehr über Kontrast beim Farbtyp.
Muster pro Jahreszeit
Jede Jahreszeit hat auch Muster, die gut zu ihr passen. Das sind Richtlinien, keine Regeln:
Wo trägst du dein Muster?
Ein Muster lenkt den Blick dorthin, wo es sitzt. Möchtest du, dass vor allem dein Gesicht auffällt, trag das Muster auf einem Top, einer Bluse oder einem Schal und wähle dort die Farben, die dir am besten stehen. Willst du dagegen einen anderen Teil deines Outfits betonen, ist ein gemusterter Rock, eine Hose oder Tasche eine schöne Wahl.
Auch die Größe des Musters spielt eine Rolle. Bei einer kleinen, zierlichen Statur kann ein sehr großes Muster schnell überladen wirken, während ein kleines Muster bei einer größeren Statur manchmal etwas verloren aussieht. Es gibt keine festen Regeln, aber es hilft, im Spiegel zu schauen, ob das Muster dich trägt oder du das Muster.
Muster und Farben kombinieren: 5 Wege
1. Fang mit einer neutralen Basis an
Noch unsicher? Fang klein an. Eine neutrale Basis gibt einem Muster Raum. Denk an ein gemustertes Teil, etwa einen Blumenrock oder eine gepunktete Bluse, und halte den Rest unifarben. Welche neutralen Farben zu dir passen, liest du unter neutrale Farben tragen.
2. Lass Muster eine Farbe teilen
Der einfachste Weg, zwei Muster zu kombinieren, ist eine gemeinsame Farbe. Eine Bluse mit blauen Blumen und ein Rock mit blauen Streifen wirken wie ein Ganzes, auch wenn die Muster sehr unterschiedlich sind. Du musst keine exakte Übereinstimmung suchen: Dieselbe Farbfamilie funktioniert oft schon.
3. Kombiniere verschiedene Größen
Zwei Muster in derselben Größe kämpfen um Aufmerksamkeit. Kombiniere deshalb ein großes Muster mit einem kleinen: ein grobes Karo mit einem feinen Blümchen oder einen breiten Streifen mit kleinen Punkten. Das eine Muster bildet die Basis, das andere den Akzent.
4. Sieh Streifen als dein Basismuster
Streifen verhalten sich fast wie eine unifarbene Farbe. Sie lassen sich mit fast jedem anderen Muster kombinieren, solange die Farben passen. Wähle Streifen in Farben aus deiner Palette, zum Beispiel Marine mit Weiß oder Camel mit Creme.
5. Lass Accessoires verbinden
Ein Schal, eine Tasche oder ein Gürtel in einer Farbe, die in beiden Mustern vorkommt, verbindet dein Outfit. Das Auge sieht dann ein Ganzes statt zwei einzelne Teile.
Unsicher, ob zwei Muster zusammenpassen? Dann schau mit halb geschlossenen Augen in den Spiegel. Siehst du ein harmonisches Ganzes, stimmt es. Siehst du zwei Flächen, die sich beißen, wähle ein Muster.
Muster kombinieren: drei Ideen
Blumen und Streifen
Ein Blumenrock mit einem gestreiften Top in derselben Farbfamilie. Die Streifen halten es ruhig, die Blumen geben dem Outfit Charakter.
Karo und unifarben
Ein karierter Blazer über einem unifarbenen Top und einer Hose in einer Farbe aus dem Karo. Ein Muster, aber mit Wirkung.
Animal Print als Neutralton
Ein Animal Print in warmen Brauntönen verhält sich fast wie eine neutrale Farbe. Vor allem Herbsttypen können ihn gut mit unifarbenem Oliv, Rost oder Camel kombinieren.
Häufige Fehler
- Ein Muster wählen, weil das Motiv schön ist, obwohl dir die Farben nicht stehen.
- Zwei unruhige Muster in derselben Größe in einem Outfit.
- Zu viele Farben auf einmal: Bleib bei zwei oder drei Farben aus deiner Palette.
- Accessoires, die auch ein Muster haben: Ein oder zwei gemusterte Teile pro Outfit reichen meist.
Möchtest du sicher wissen, welche Farben in deine Muster gehören? Mach den kostenlosen Farbtest oder lass deine Farben analysieren. In deinem Style Guide findest du auch Tipps zu Mustern, die zu dir passen. Mit einem Farbpass prüfst du im Laden schnell, ob die Farben in einem Muster stimmen.
Auf der Suche nach Inspiration? Auf unserer Pinterest-Seite sammeln wir Outfits und Farbkombinationen für jeden Farbtyp.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Muster darf ich in einem Outfit tragen?
Zwei sind für einen ruhigen Look meist das Maximum. Willst du mehr, sorg dafür, dass sie eine Farbe teilen und sich in der Größe unterscheiden.
Stehen Muster allen?
Ja, wenn du das richtige Muster wählst. Achte vor allem auf die Farben und den Kontrast im Muster.
Woran erkenne ich, ob die Farben in einem Muster zu mir passen?
Schau auf die Farbe, die am häufigsten vorkommt, und halte sie neben deinen Farbpass. Beißt sie sich nicht, liegst du richtig.
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